KSV-Salzburg: KandidatInnen zur ÖH-Wahl 2017

Von 16. bis 18. Mai ist es wieder so weit: Die Wahlen zur Österreichischen HochschülerInnenschaft finden statt. Der KSV kandidiert wie immer auch in Salzburg, und zwar mit folgenden sechs KandidatInnen, die sich hier kurz vorstellen:

1. Unser Spitzenkandidat Christopher Kurt studiert Germanistik und Geschichte auf Lehramt und ist an beiden Fachbereichen Studienvertreter.

Als langjähriger Studienvertreter und ehemals fraktionsloser Pressereferent der ÖH Salzburg kenne ich die mühseligen Spielereien der bisher amtierenden, sich dem Machterhalt verschriebenen Fraktionen. Linkspopulismus trifft auf überzuckerte Service-Buhlschaft, während dazwischen ein paar braune Bäuerchen aufstinken oder mit elitären Selektionsmaßnahmen an der Uni geliebäugelt wird.

Das alles geschieht auf dem Rücken der Studierenden, die sich zu recht angewidert von der Hochschulpolitik abwenden (siehe Wahlbeteiligung). Dabei sollte es endlich darum gehen, maßgebliche Fortschritte zu erkämpfen, anstatt aus kleinen Projektchen politisches Kleingeld herauszuschlagen oder die nächste anrollende Verschlechterung flauschigst abzufedern. Die ÖH befindet sich seit der Bologna-Reform in der Defensive, während die „Verschulung“ und der Ausverkauf der Universität erbarmungslos voranschreitet.

Der Kommunistische StudentInnenverband steht für eine Rückkehr zum Diplomstudium, für ein Lernen im Kollektiv statt in Konkurrenz und für die Freiheit der Lehre und Forschung, frei von jeder finanziellen Zweckgebundenheit.

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Bildet 1 studentische Front!

[Ein Artikel aus der aktuellen uni:press #687 der ÖH Salzburg]

Der Schwerpunkt „Revolution“ in einer Zeitschrift von und für Studierende wirft die Frage auf: Was bedeutet es für Studierende im Hier und Heute, revolutionär tätig zu sein? Die Hauptaufgabe scheint im Moment zu sein, eine Organisation zu bilden, die all jene Studierenden umfasst, die bereit sind, konsequent – und das impliziert letztlich: mit revolutionärer Orientierung – für ein finanziell abgesichertes und selbstbestimmtes Studieren an einer demokratischen Universität zu kämpfen.

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Wie die Welt verändern?

[Ein Artikel aus der aktuellen uni:press der ÖH Salzburg #687]

„Über die Ziele, wie man leben will, hat es in der Geschichte der Menschheit nie Meinungsverschiedenheiten gegeben“(1), meinte in gewohnt überspitzter Form der Begründer der sozialistischen Klassik Peter Hacks. Damit drückt er aus, dass der Wunsch nach einer Welt, in der „der Mensch dem Menschen ein Helfer“(2) ist (Brecht), wohl so alt und verbreitet wie das menschliche Denken selbst ist. Doch die Crux an der Sache ist die umstrittene Frage nach dem Wie, nach den Wegen und Methoden, das Ziel zu erreichen. Hier einige allgemeine Überlegungen als Versuch einer Antwort auf diese Frage.

Um den besten Weg herauszufinden, muss man sowohl das Ziel als auch die aktuelle Position kennen.

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„Das kann doch nicht alles gewesen sein…“

[Ein Artikel von Stefan Klingersberger in der uni:press der ÖH Salzburg, November 2015, Seiten 36-38. http://issuu.com/unipress/docs/up683_web/37?e=4694436/31229598]

Ein Resümee aus fünf Jahren StV-Tätigkeit

Seit mittlerweile fünf Jahren bin ich in der Studienvertretung Philosophie tätig. Von Juli 2011 bis Juni 2015 war ich deren Vorsitzender. Rückblickend frage ich mich, ob nicht Studierendenvertretung heute generell ein wenig falsch verstanden wird. Es sollte doch eigentlich darum gehen, grundlegende Verbesserungen durchzusetzen. Eine Frage, die alle Studierenden etwas angeht, nicht nur deren VertreterInnen.

Fassen wir die Tätigkeiten der Studienvertretungen der Uni Salzburg zusammen: Weitgehend dreht es sich um Beratungstätigkeiten, weitere Serviceangebote, die Veranstaltung sozialer Zusammenkünfte, fachspezifisch-inhaltliche und/oder kulturelle Angebote sowie die Vertretung in universitären Gremien (letzteres ist eigentlich nicht unbedingt unmittelbare Aufgabe der Studienvertretungen, doch da sich leider zu wenige Studierende überhaupt engagieren wollen, sind die personellen Überschneidungen umfassend).

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KSV: Wirbel in der ÖH Salzburg

Die ÖH Salzburg ist nicht mehr, jedenfalls nicht mehr wie in den letzten sechs Jahren.

Rekapitulieren wir kurz die jüngsten Ereignisse: Rot kommt auf einmal drauf, dass eine Koalition mit Grün nicht mehr tragbar sei und kündigt diese auf, mit Gründen, die genauso gut Ausreden sein können. Der neue Partner soll Schwarz sein. „Plötzlich“ kommt Grün drauf, dass der Vorsitzende von Rot – entgegen bisheriger Beteuerungen: immer noch – Teil einer fragwürdigen Studentenverbindung ist. Daraufhin wird der Vorsitzende zurückgepfiffen, welcher fortan auf Grün zutiefst beleidigt ist, obwohl es doch Rot war, das ihn zurückgepfiffen hat…

So oder ähnlich könnte die Geschichte erzählt werden, doch je länger und detaillierter sie erzählt wird, desto langweiliger wird sie, und sie wird nicht besser durch die Ergänzung, dass sich alle daran Beteiligten unglaublich wichtig vorkommen. Dass die ÖH nicht zuletzt ein Kindergarten für NachwuchspolitikerInnen ist, war schon seit jeher Einschätzung des KSV. Die jüngsten Ereignisse an der ÖH Salzburg haben das wieder einmal eindrucksvoll bestätigt.

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Jenseits der Eurolinken

Die Rolle der Syriza, die Strategie und Taktik der KKE und was daraus zu lernen wäre

Ein Beitrag von Thanasis Spanidis, übernommen von: 
http://news.dkp.suhail.uberspace.de/2015/07/jenseits-der-eurolinken/

Alp Kayserilioglu hat auf diesen Seiten kürzlich einen Artikel unter dem Titel „Das Totalversagen von SYRIZA, die linke Grexit-Debatte und der neue europäische Sozialchauvinismus“ veröffentlicht. Ich möchte diesen Text hier einer ausführlichen Kritik unterziehen und dabei gleichzeitig auch andere typische linke Fehler in der Diskussion um Griechenland berühren.Angesichts des verheerenden sozialen Massakers, das die angeblich „linke“ Regierungspartei Syriza mit den EU-Gläubigerinstitutionen ausgehandelt hat und angesichts der Hoffnungen, die breite Teile der deutschen Linken in das Projekt „linke Regierung“ in Griechenland gesteckt haben, handelt es sich hierbei um Diskussionen von größter Wichtigkeit. Es geht dabei um Alles: Wer ist der Gegner? Was sind die Gefahren in der jetzigen Situation? Wie kam man zu solchen vollkommenen Fehleinschätzungen? Welche Organisations- und Bewegungsformen sind in der Lage, den Kapitalismus potentiell infrage zu stellen? Was hat es mit denjenigen Teilen der „Linken“ zu tun, die die EU und die Eurozone nach wie vor als notwendigen Rahmen ihrer Politik akzeptieren? Kurz gesagt: Wie kann eine Bewegung entstehen, die breiteste Massen umfasst und die Situation der ständigen Rückzugsgefechte beendet, in der sich die Arbeiterbewegung und andere progressive Bewegungen seit den konterrevolutionären Umwälzungen von 1989/90 befinden und die Tag für Tag weltweit immer noch schlimmere Zustände hervorbringt? Jenseits der Eurolinken weiterlesen

Betteln unnötig machen!

Erst seit Jänner 2014 erhalten Bürgerinnen und Bürger aus den EU-Staaten Bulgarien und Rumänien den vollen Zugang zum heimischen Arbeitsmarkt in Österreich, obwohl beide Staaten bereits im Jahr 2007 in die EU aufgenommen wurden. Dies bringt mit sich, dass die gut ausgebildeten Arbeitskräfte, beispiels- und vorzugsweise Ärztinnen, Ärzte und Pflegepersonal aus diesen Ländern auswandern um in Österreich und anderen Ländern der EU erwerbstätig zu werden. Es entsteht vor Ort in den jeweiligen Ländern der Abwanderung ein Mangel an Fachkräften. Im Gegenzug profitiert der österreichische Staat von den Fachkräften. Hingegen geht es den Menschen und vor Allem den Randgruppen in den EU-Staaten Bulgarien und Rumänien durch die wirtschaftliche Lage und die Mechanismen der systematischen Ausgrenzung und Diskriminierung vor Ort immer schlechter. Die Probleme dieser Menschen, besonders die der Roma, haben sich durch den EU Beitritt ihrer jeweiligen Herkunftsländer rapide verschlechtert. Sie haben dort keine Chance auf Arbeit oder eine Ausbildung. In vielen ländlichen Regionen der jeweiligen Herkunftsländer der Bettelnden, den sogenannten „Roma Dörfern“, gibt es weder Strom noch fließend Wasser geschweige denn eine Infrastruktur. Ärztliche Verpflegung und Arzneimittel gibt es nur in weit entfernten Städten und sind meistens nicht zugänglich und leistbar für die Ärmsten der Armen. In den Großstädten der Herkunftsländer werden sie oft von Einheimischen geschlagen und verspottet. Sie leben dort von der Hand in den Mund. Nicht selten werden ihre Kinder entführt und von Schlepperbanden als billige Haushaltskraft oder als Sexsklaven verkauft und nicht selten ist deren letzter Halt Mitteleuropa. Einige der Menschen suchen Zuflucht in der Kanalisation von Bukarest, weil sie Angst haben, auf der Straße verprügelt oder misshandelt zu werden.

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