Offener Brief an Rektorat und Mensen-Betriebsgesellschaft

Salzburg, 06.08.2017

Wir sind noch lange nicht satt:
Die Mensa muss nicht nur bleiben, sondern auch besser werden!

Sehr geehrter Herr Rektor Prof. Dr. Schmidinger,
sehr geehrte ÖMBG,

die Reduzierung der Öffnungszeiten der Mensa an der Gesellschaftswissenschaftlichen Fakultät auf drei Stunden pro Tag ist eine Bedrohung für die Sicherstellung von Verpflegung am Studien- und Arbeitsplatz Universität. Sowohl Studierende, als auch Fachbereiche sprechen sich vehement gegen diese Maßnahme aus.

Die Österreichischen Mensen Betriebsgesellschaft mbH  rechtfertigt bei näherem Nachfragen diese Maßnahme damit, dass sie „seit zwei Jahren zusehen, wie der Standort von Jahr zu Jahr defizitärer wird.“

Die ÖMBG ist insgesamt an drei Fakultäten in Salzburg vertreten und schließt dabei an all diesen Standorten das Geschäftsjahr defizitär ab. Aus unserer Sicht ergibt sich hier, wie auch an anderen Standorten, die Bedrohung, dass die zuvor skizzierte Schließung und die drastisch verkürzten Öffnungszeiten an allen anderen universitären Standorten zum Thema werden.

Obendrein schiebt nun die ÖMBG den Studierenden die Schuld an der Negativbilanzierung zu!

StVen müssen sich die Kritik gefallen lassen, weil sie während sie Studierende beraten einen gratis Kaffee anbieten. Ebenso sind auch die fairteiler ins Fadenkreuz der ÖMBG geraten. Das sind an der GesWi und NaWi für alle offene Kühlschränke, an denen engagierte Einzelpersonen Lebensmittel, die in Supermärkten weggeworfen werden würden, „retten“ und für andere zugänglich machen. Es handelt sich also um eine Initiative, die keineswegs betriebsschädigend sein kann. Ebenso sprechen wir uns dagegen aus, dass die ÖH mit den Studierendenbeiträgen die Mensa subventioniert damit sich diese in einem minimalen Zeitfenster Essen kaufen zu können, welches keinesfalls dem Preis-Leistungs-Verhältnis entspricht.

Der Kommunistische StudentInnenverband solidarisiert sich mit den Studierenden und Universitätsangestellten und kritisiert die fehlende Transparenz aufs Schärfste. Abseits der Sicherstellung der Standorte kritisieren wir auch die zu hohen Preise, welche einer niedrigen Qualität des Angebots gegenüber stehen.  Es gilt ein adäquates Angebot zu schaffen. Adäquat in den Preisen, der Qualität und in der Gestaltung der Öffnungszeiten. Die anzustrebende Standortsattraktivierung kann nur mit leistbaren und qualitativ besserem Essen, sowie längeren Öffnungszeiten erreicht werden. Unter keinen Umständen verweist eine dreieinhalb stündige Verpflegung auf eine reflektierte Analyse der Begehren der Studierenden sowie auch des Universitätspersonals.

Mit freundlichen Grüßen,
der Kommunistische StudentInnenverband Salzburg,