KSV-Studi-Manifest

Hier zum Download das Studi-Manifest des KSV, das zu den ÖH-Wahlen 2017 österreichweit an den Unis verteilt wird.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Einfach aufs Bild klicken und das Studi-Manifest lesen. Über Feedback an salzburg@comunista.at würden wir uns sehr freuen.

Hier das Vorwort von unserem bundesweiten Spitzenkandidaten zu den ÖH-Wahlen 2017:

Der Kapitalismus stützt sich auf „die Ausbeu tung des Arbeiters durch den Fabrikanten“ –
(Marx 1848 Manifest der Kommunistischen Partei) und treibt diese auf immer neue Spitzen. Gleichzeitig ist der Kapitalismus die erste Gesellschaftsformation, die nicht aufgrund von zu geringer Produktion in Krisen gerät, sondern gerade durch das Gegenteil. Er gerät in Krisen, weil er zu viel produziert, es herrscht planlose Anarchie in der Produktion. Der Kapitalismus – welchem diese Gesetzmäßigkeiten in jeder Entwicklungsstufe eingeschrieben sind – hat in den letzten 200 Jahren Wandlungen durchlaufen und ungeahnte wissenschaftlich-technische Errungenschaften hervorgebracht, er wird und wurde von diesen geprägt. Bildung als Basis für den Fortbestand des Kapitalismus hat so sehr an Bedeutung gewonnen wie in keiner bisherigen Entwicklungsstufe. Damit einher geht ein gesellschaftlicher Kampf um die Deutungshoheit was Bildung eigentlich ist und was sie leisten soll. Als eine solche Auseinandersetzung um Bildung kann bspw. „Die Unibrennt!“-Bewegung, die sich an der Hochschulreform im Rahmen des Bologna-Prozesses entzündete, erfasst werden. Universitäten und bildungspolitische Regelungen, denen diese unterworfen sind, stehen nicht im luftleeren Raum, sondern sind Teil gesellschaftlicher und ökonomischer Prozesse; eine Feststellung, die einfach klingt und erstmal einleuchtet.

Durch die EU implementierte Politik, die u.a. die Abschaffung des Diploms und die Einführung von Bachelor und Master zur Folge hatte, Genauer im Kapitel Die Uni an der wir studieren. In der Ausrichtung der meisten Bildungsproteste und StudentInnenorganisationen findet diese Einbettung allerdings keine  Berücksichtigung. Vielmehr wird reichlich Text darüber produziert, dass Bildung nicht der Ökonomie unterworfen werden und nicht nur der Ausbildung zeitgemäßer Arbeitskraft für das Kapital dienen darf.

Im Folgenden legen wir als Kommunistischer StudentInnenverband kurz dar, dass der Bologna-Prozess und auch andere Umgestaltungen an den Hochschulen das Resultat einer sich wandelnden Form der Profitmaximierung des kapitalistischen Systems sind. Hierfür wird in einem ersten Schritt die historische Entwicklung des Nachkriegsfordismus hin zum Neoliberalismus durchleuchtet, um darin eingebettet den Wandel des Bildungssystems in dieser Zeit zu analysieren. Natürlich  beschränken wir uns nicht darauf, die bestehende Scheiße zu analysieren, sondern geben am Ende Perspektiven für eine gesellschaftliche Wende ohne welche eine hochschulpolitische Wende unmöglich ist.